Cultures of Mobility in Europe
Past and Present Trajectories of Travelling Communities
"Every citizen of the Union has the right to move and reside freely within the territory of the Member States."
Charta of Fundamental Rights of the European Union, Chapter V, Article 45 (2000/2009)
Mobilität ist im Zuge der Globalisierung und der Europäischen Integration zur gesellschaftlichen Leitkategorie avanciert. Die interdisziplinäre Forschergruppe "Cultures of Mobility in Europe. Past and Present Trajectories of Travelling Communities“ (COME) unter Leitung von JProf. Dr. Anna Lipphardt untersucht, wie mobile Lebenswelten in Europa beschaffen sind und wie sich das komplexe Spannungsverhältnis zwischen Verortung und Mobilität in der Praxis gestaltet. Am Beispiel von Minderheiten mit mobiler Tradition wie den Sinti und Roma, Jenischen oder den finnischen Sami sowie von mobil ausgerichteten professionellen Milieus wie dem Zirkus, sog. alternative travellers oder Künstlern, beschäftigt sich die Forschungsgruppe mit europäischen Mobilitätspraktiken, -erfahrungen und -politiken. Über die Grundlagenforschung zu spezifischen mobilen Minderheiten und Milieus hinaus trägt COME zur Erforschung von Vergemeinschaftungs- und Desintegrationsprozessen unter mobilen Voraussetzungen bei und beleuchtet die festansässige Mehrheitsgesellschaft aus mobilen Blickwinkeln. Der Forschungszeitraum erstreckt sich vom Beginn des modernen europäischen Nationalstaats bis in die Gegenwart der europäischen Integration, mit Schwerpunkt auf der Zeit seit 1945.
Die Forschergruppe wird aus Mitteln der Exzellenzinitiative finanziert und ist am Institut für Volkskunde der Universität Freiburg angebunden.
